Wann fängt Höhenangst am Berg an?
Karin | Veröffentlicht am |

Wann beginnt Höhenangst am Berg?
Viele Bergsteiger kennen sie: die Angst vor der Angst.
Schon bei der Tourenplanung tauchen Gedanken auf wie: ‚Was ist, wenn es wieder passiert?‘ – und die Traumtour wird verschoben.
Wenn Angst am Berg eskaliert
Höhenangst kann sich körperlich stark zeigen: schwitzende Hände, schneller Puls, flacher Atem. In extremen Fällen entsteht eine Blockade – kein Schritt vor oder zurück ist möglich.
Mit Atemtechniken lässt sich der Körper oft wieder beruhigen.
Mit Berggenuss hat das wenig zu tun.
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Woher kommt Höhenangst?
Manchmal entsteht sie nach einem traumatischen Erlebnis. Dann kann professionelle Unterstützung mit einem auf Trauma spezialisierten Therapeuten helfen.
Oft entwickelt sie sich aber auch aus vielen kleinen Unsicherheiten:
- Hält das Wetter? Kommt ein Gewitter?
- Wie ausgesetzt ist der Weg?
- Gibt es Sicherungen oder Seile?
- Habe ich genug Essen und Trinken dabei?
- Halten meine Schuhe auf dem Untergrund?
- Was denken andere, wenn ich unsicher bin?
Angst in Respekt verwandeln
- Gute und detaillierte Tourenplanung
- Wissen aufbauen (Karten, Schwierigkeit, Wetter)
- Erfahrung Schritt für Schritt sammeln
- Vertrauen in Ausrüstung entwickeln
- Trittsicherheit trainieren
- Mit passenden Bergpartnern unterwegs sein
- die Prozesse im Gehirn verstehen und lernen damit umzugehen
Kein Bergsteiger beginnt mit der Eiger-Nordwand. Erfahrung entsteht Schritt für Schritt – vom leichten zum anspruchsvolleren Gelände.
Wer bewusst übt, seinen Stand zu spüren und Vertrauen in Schuhe und Ausrüstung entwickelt, kann Angst zunehmend in gesunden Respekt verwandeln.
Neben diesen Themen ist es wichtig sich die Angst auslösenden Faktoren im Gehirn zu betrachten.
Die Amygdala, das Angstzentrum im Gehirn blockiert das logische Denken
Deswegen die Amygdala mit ihrem Warnsystem ernst nehmen und nicht einfach wegdrücken.
Positive Erfahrungen auf Tour sich bewusst machen und diese verankern, damit die Angst und oder Unsicherheit auslösenden Faktoren weniger werden.
Schritt für Schritt neue Erfahrung sammeln, schon im leichteren Gelände, und positiv verankern.
Grenzen verschieben
Optimale Tourenvorbereitung, Technikschulung, positive Erfahrungen sammeln und Erfolgserlebnisse verankern im Gehirn schafft Vertrauen und verschiebt Grenzen.
in den nächsten Blogs geht’s dann um die Themen:
– Wichtige Schritte auf Tour
– Was tun wenn es doch passiert


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